Winamp Mediaplayer Realplayer Flashplayer

 

Facebook

Google

JoomlaWatch 1.2.12 - Joomla Monitor and Live Stats by Matej Koval

Letzter Vorstellabend in Köln vom Stammtisch PDF Drucken E-Mail
Montag, den 01. November 2010 um 16:46 Uhr

Der Stammtisch Kölner Karnevalisten, den es jetzt bereits seit 60 Jahren gibt und deshalb auch Jubiläum feiert, beschloss die Reihe der Vorstellabende in Köln. Jetzt hieß es nochmals, Durchhaltevermögen beweisen, für die vielen Literaten, Präsidenten, denn für diese werden eigentlich die Vorstellabende ausgerichtet. Gut 5 Stunden Programm mit Höhen und Tiefen.

Auch wenn das Opening des Stammtisches nicht ganz an das des KKK heran kam, hatte es schon etwas. Denn Die Pänz der Tanzgruppen zogen mit Blom un Blömcher, Peter ,Raddatz, Räuber Willibert Pauels und Marita Köllner auf und sangen gemeinsam eine Kölsche Version des Queen Klassikers "The Show must go on". Und die Show ging weiter. EIne solide Leistung bot auch in diesem Jahr die Tanzgruppe Kölsch Hänneschen mit ihrem neuen Tanzpaar Maurice Ridder und Claudia Drenske als Hänneschen und Bärbelchen.

Auch die Kammerkätzchen und Kammerdiener beweisen einmal mehr welche tänzerische Leistung sie abrufen können. Die Tanzgruppe De Höppemötzjer dagegen zeigte allerdings das es noch besser geht. Ihre neuen Tänze und vor allem ihre Bilder und Figuren waren schon auf allerhöchstem Niveau und waren somit bei den Gruppen die absoluten Abräumer und zählen in diesem Jahr mit zu den Besten. Pech dagegen hatten die Cheerleader des 1.FC Köln, über die man immer noch geteilter Meinung ist ob sie in den Karneval gehören oder nicht. Bei ihnen sprang mehrmals die CD, so dass die Damen das ein oder andere Mal aus dem Takt gerieten. In diesem Zusammenhang bleibt es abzuwarten ob es nicht auch einmal die Cheerleader  der Cologne Falcons auf die Karnevalsbühnen in Köln zieht.

2 Redner durften in diesem Jahr beweisen was sie so neues haben. Während Ne Hausmann Jürgen Beckers unter anderem über das Thema SMS und Abkürzungen erzählte und auch von seiner Frau schon mal eine solche erhält "BBM" (Bring Brot mit) oder "AOK"  (aber ohne Körner) und nicht ganz so stark war wie im letzten Jahr, räumte Ne Kölsche Schutzmann Jupp Menth richtig ab.


Es war wohl einer seiner stärksten Reden in den letzten Jahren. Kaum ein Thema welches er nicht anging. Ob Lokalcolorit wie KVB mit ihrem U-Bahnbau, ´die Kölner Oper, Schlaglöcher oder "Problemtaucher" Jürgen Roters, der immer dann abtaucht wenn ein Problem auftritt, oder aber auch die Wildpinkler, Kardinal Meissner (der übrigens kein Kölsch versteht und Menth sich dann fragt warum wir Latein in seinen Predigten verstehen müssen), kaum ein Thema was er nicht mit einem zwinkernden Auge anging. Jupp Menth war an diesem Abend in Bestform und erhielt dafür zu Recht stehende Ovationen vom Publikum.

Knubbelefutz un Schmalbedaach gaben den Gästen mit ihrem Bällbad-Leed den Tipp einmal eine Wellnesskur im IKEA Bällebecken zu machen. In schönstem Kölsch kam ihr Vortrag daher. Auch der Titel Helmut, die Flönz war witzig. Moderator Bruno Eichel erklärte dazu, das es nicht immer eine Pointe sein muss, wenn sie in einen Vortrag eingepackt sei.

Mittlerweile zum festen Inventar gehören natürlich die Neppeser mit ihren Kölschen Liedern.

Blom un Blömcher überraschten damit, dass neben Hannes Blum der zu Beginn als Müllemer Böötche die Bühne enterte, auch Oly Blum eine eigene Parodie bringen durfte. Bei den 2 Schlawinern weiß man nie so genau ob ihre "Texthänger" gespielt sind oder ob Walter Schweder und Werner Beyer, wirklich ihren Text vergessen haben. Schön auf jeden Fall, das die 2 auch über sich selber lachen können. Herrlicher Blödsinn im Quadrat.

Schlabber & Latz sind zum ersten Mal beim Stammtisch dabei. Sie gingen vorher 3 Jahre lang durch die "Schule " des Literarischen Komitee und sind hier sicherlich mit ihrer Art des Vortages gut aufgehoben. Botz un Bötzje hatten mit ihren zum Teil alten Witzen nicht jeden Lacher auf ihrer Seite und erhielten einen Anstandsapplaus. Mehr bekamen auch die Stroßefäjer leider auch nicht, sie hatten wohl in den letzten Monaten mit diversen personellen Veränderungen zu kämpfen, so das hier die Messlatte von Ex-Frontmann Sven Welter ziemlich hochlag und sie diese nicht überspringen konnten. Relativ gewöhnungsbedürftig sind die neuen Kostüme der Kölschen Bengels. Das jüngste, im Bereich Musik, was die Stadt zu bieten hat, so Bruno Eichel, konnte nicht hundertprozent überzeugen. Die poppige Schlagernummer "Flieg mit mir" ist hochdeutsch und gewöhnungsbedürftig im Kölner Karneval. Singe un laache, dat es dat wat mir am leevste maache ist ihre zweite neue Nummer und im Sambastil gehalten.

Die stärksten im Bereich der Bands waren die Klüngelköpp. Auch wenn 2 der 3 vorgestellten Titel nicht ganz neu sind (Die Nummer "Stääne" hatte bereits Ex-Klüngelkopp Uwe Modler gesungen) beweisen sie einmal mehr ihre musikalische Vielfalt um Frontmann Frank Reudenbach. Den Abschluss der ersten Abteilung bildeten die Domstädter, während die Brass & Marching Band Querbeat für einen furiosen Auftakt in der zweiten Abteilung sorgte. Auch wenn sie noch relativ jung im Kölner Karneval sind, könnte man meine sie gehören schon seit Jahren dazu. Ob sie allerdings jetzt auch unbedingt singen müssen, bleibt dahin gestellt. Das große Finale mit vielen Künstlern die noch vor Ort waren, wurde umrahmt von der kurzen Lasershow von Lutz Kniep.

 




 
 

Veranstaltungen